Ursula Pavez Sandoval - Gestalttherapeutin DVG

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Gestalttherapie heute, wie ich sie erlebe

Gestaltpraxis Ursula Pavez

 

„Panta rhei oder alles fließt“ Gestalttherapie setzt im Erleben des Hier und Jetzt an; Erleben schließt hierbei alle Ebenen des menschlichen Organismus ein: die seelische, die körperliche, die geistige.

 

Um dieses Erleben in seiner Ganzheit möglich zu machen bedarf es zweierlei: Eine entsprechende Haltung als Gestalttherapeutin, um durch meine Präsenz, Achtsamkeit und Würdigung des Gegenübers ein Feld zu eröffnen, in dem bewertungsfreies Wahrnehmen, dessen was ist, stattfinden kann.

 

Zum zweiten geht es darum, Sie in diesem Prozess der Selbst-Wahrnehmung gezielt zu unterstützen, damit Sie sich im laufe der Beratung (wieder) als „ganze Gestalt“ erleben - mit der Fähigkeit zu einem authentischen Austausch mit der Umwelt.

 

Gestalttherapie ist daher ressourcen- und lösungsorientiert – im Vertrauen auf ein menschliches Vermögen zu geistiger Gesundheit und einer inneren (unbewussten) Motivation zu Wachstum und schöpferischen Lösungen.
Wann immer dieses Erleben möglich wird, findet Kontakt statt: Kontakt zwischen Ihnen und mir, Kontakt zu Ihnen selbst, Ihr Kontakt zu Ihrer Umwelt. Kontakt im Sinne von Gestalttherapie meint, in Verbindung zu sein mit dem, was jetzt gerade ist – Ihre Gefühle jetzt, Ihr körperliches Erleben jetzt, ohne diese Empfindungen zu bewerten und zu verurteilen.

 

Kontakt auch im Sinne von, wieder in Kontakt kommen mit Ihrer Fähigkeit, für sich passende Lösungen zu entdecken und damit letztlich wieder in Kontakt kommen mit Ihrer Lebenskraft und Energie. So schließt sich auch hier eine zuvor offene Gestalt. Gestalttherapeutisch zu arbeiten, heißt sich selbst als Einheit von Körper, Geist , Seele zu erleben und dieses Erleben – unterstützend, angemessen und achtsam – in Ihren „Dienst“  zu stellen und daraus Interventionen zu schöpfen.

 

Methoden und Interventionen haben in der Gestalttherapie vorrangig eine Stärkung der Wahrnehmung und eine Förderung des Bewusstseins zum Ziel. In diesem Entwicklungsprozess ist es für Sie sinnvoller zu erleben, wie Sie etwas tun und weniger sinnvoll zu wissen, warum Sie etwas tun. Werden Sie sich dessen bewusst, so können Sie damit ihre Handlungen verändern und der gesamte Organismus ist wieder in Kontakt mit seiner Lebensfreude und kreativen Kompetenz. Ein Synonym für dieses Lebensgefühl ist der Satz: „Ich bin in meiner Mitte“ oder „Ich bin im Fluss“.

 

Zur Entstehung der Gestalttherapie

Die Grundlagen der Gestalttherapie wurden in den 1940er Jahren von den Psychoanalytikern Fritz und Lore Perls sowie  dem Soziologen Paul Godmann entwickelt. Die Bezeichnung „Gestalt“therapie leitet sich von der Gestaltpsychologie her; diese befasst sich mit der Funktion und Organisation menschlicher Wahrnehmung. Eine „Gestalt“ ist ein Gefühl, ein Erleben, ein Thema eines Menschen welches in der therapeutischen Arbeit in den Vordergrund tritt.

 

  • Therapeutische und philosophische Wurzeln der Gestalttherapie sind: Psychoanalyse, die Arbeit von Wilhelm Reich, Existenzialismus, Zen-Buddhismus, Feldtheorie, Phänomenologie.
  • Die Gestalttherapie hat ein holistisches Weltbild:
    Wir alle sind Teil eines großen Ganzen, alles ist miteinander verbunden und das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile.
  • Die gestalttherapeutische Haltung ist geprägt durch das dialogische Prinzip nach Martin Buber.
  • Tragende Elemente der Gestalttherapie sind Präsenz im Hier und Jetzt, Gewahrsein (Achtsamkeit) sowie Eigenverantwortung.